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Mountainbike günstig kaufen

Ein Mountainbike – kurz MTB – ist ein Fahrrad, welches sich ganz besonders für den Einsatz jenseits von befestigten Straßen eignet. Bei dem Berg- oder auch Geländefahrrad handelt es sich demnach eher um ein Sportgerät als um ein Verkehrsmittel.

Aus diesem Grunde ist das Mountainbike für gewöhnlich auch nicht mit den für die innerhalb Deutschlands für die StVZO geforderten Bestandteilen, wie dies zum Beispiel bei

  • Beleuchtung
  • Rückstrahler
  • Klingel

der Fall ist, ausgestattet.

Da es aber eine große Auswahl gibt und unter dieser auch Bikes mit StVZO Zulassung sind, haben wir hier diesen Mountainbike Test erstellt. Dieser soll einen Überblick über verschiedene Modelle ermöglichen,aber auch wichtige Informationen vor einem Kauf liefern.

So kommen beipspielsweise auch Fragen auf wie „was ist ein Hardtail?“ oder „was ist ein Fully?“.

Diese Mountainbike Test Übersichtsseite stellt also nicht nur tolle Produkte vor, sondern hilft auf bei der Kaufentscheidung.

Mountainbike kaufen – Unser Filter

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Das Mountainbiken

Zumeist bei der Bevölkerung jüngeren Alters erfreut sich das Hobby des Mountainbikens besonders großer Beliebtheit. Wer mit dem Mountainbike unterwegs ist, benötigt viel Ausdauer und Kraft. Wobei es jetzt auch schon Modelle mit Elektromotor gibt, welche die anstrengende Bergauffahrt erleichtern sollen. Mountainbiken bietet jedoch auch einen gewissen Nervenkitzel. In der Zwischenzeit haben selbst verschiedene Reiseveranstalter das Mountainbiken in ihr Reiseprogramm aufgenommen und bieten entsprechende Touren mit dem Mountainbike für Touristen an. Fahren mit dem Mountainbike vermittelt ein gewisses Gefühl von Freiheit und weckt die Abenteuerlust.

Entstanden ist das Mountainbike im Jahre 1973. Bis dahin war das Rennrad für sportliche Zwecke vorgesehen. Seit 1976 werden in regelmäßigen Abständen Rennen im Mountainbiking durchgeführt. Dabei wurde das Bergfahrrad immer beliebter, so dass dieses es schließlich bis zu den Olympischen Spielen geschafft hatte.

Es werden unterschiedliche Typen von Mountainbikes unterschieden:

  • All Mountain
  • Cross-Country
  • Downhill
  • Enduro
  • Four Cross
  • Freeride
  • Trial

Alle Arten haben drei Gemeinsamkeiten:

  • Breite Reifen
  • Kettenschaltung
  • Kleine Rahmen

Die baulichen Unterschiede von Mountainbikes

Obwohl Mountainbikes über einige Gemeinsamkeiten verfügen, weisen sie dennoch teils erhebliche Unterschiede untereinander auf.

All Mountain

Ein Mountainbike der Bauart All Mountain ist ein meist vollgefedertes Fahrrad, das für unzählig viele Möglichkeiten seinen Einsatz finden kann. Diese reichen von relativ einfachen Strecken auf ebenen Wegen bis hin zur Überquerung der hügeligen Alpenlandschaft. Hierbei steht gegensätzlich zum Cross Country Mountainbike insbesondere weniger das Gewicht im Mittelpunkt. Von entscheidender Bedeutung sind hingegen

  • Bessere Federwegreserven beim Fahrwerk
  • Komfort
  • Zuverlässigkeit.

Bei diesem Modell des Mountainbikes liegt eine weniger gestreckte, sportlichere Sitzposition vor. Charakteristisch für ein All Mountain ist die Mannigfaltigkeit des Fahrwerks. Die Federwege befinden sich innerhalb von 120 mm bis 160 mm. Bei einer Vielzahl der Modelle kann der Federweg der Gabel minimiert oder sogar gänzlich blockiert werden. Dadurch besteht eine bessere Chance, bergauf fahren zu können. Eine große Anzahl dieser Modelle bieten darüber hinaus die Möglichkeit der Verstellung des Federwegs für die Hinterbaufederung.

Entgegen des Cross Country Mountainbikes verfügt ein All Mountain über breitere Reifen mit einem stärkeren Profil. Dies basiert auf der Tatsache, da diese im Verlaufe einer Tour die verschiedensten Anforderungen erfüllen müssen. Ein Wechsel der Reifen während einer längeren Tour könnte sich in Wettkämpfen als problematisch erweisen.

Das Gewicht eines All Mountain beginnt in der Regel bei 10 kg und endet für stabilere Ausführungen bei rund 14 kg.

Cross-Country (XC/CC)

Das Cross Country Mountainbike wurde insbesondere für den Renn-Einsatz auf unbefestigten Straßen und Wegen ausgelegt. Für schwere Gelände eignet es sich weniger. Entwickelt wurde das Ghost LANAO FS2 27,5 (2015) Mountainbike5Modell vorwiegend als

  • Fullys
  • Hardtail und
  • Race-Fullys.

Zahlreiche Fahrer bevorzugen aus folgenden Gründen Hardtails:

  • Gewichte
  • Haltbarkeit
  • Kosten

Die Federgabel weist einen verminderten Federweg von 80 mm bis 100 mm auf. Beim Modell Cross Country gehen die Bestrebungen dahin, dass bei einem Gewicht unter 10 kg begonnen wird. Abhängig vom Aufwand können ambitionierte Sportler auch Gewichte unter 7 kg erreichen, was natürlich relativ teuer ist.

In den 1980er Jahren wurden Überlegungen über die Größe der Laufräder von Mountainbikes angestellt. Zu Beginn der 2000er Jahre konnten sich Hersteller mit 29er Laufrädern etablieren, welche im deutschen Sprachgebiet unter der Bezeichnung 28“-Laufrad bekannt geworden sind. Bei den 29er Mountainbikes handelt es sich um eine Art Hybrid. Diese Räder sind auf eine erhöhte Renngeschwindigkeit ausgelegt und zumeist als Hardtails erhältlich. Allerdings können diese auch als vollgefederte Variation erworben werden.

Vorteile der 29er Mountainbikes bestehen in

  • dem leichteren Überwinden von Hindernissen
  • dem geringeren Rollwiderstand.

Nachteilig hingegen wirken sich

  • erhebliche Masse der Laufräder
  • zum Teil weniger verfügbare Komponenten für 29er Mountainbikes
  • teilweise höheres Gewicht

aus.

Downhill (DH)

Downhill Mountainbikes wurden in der Hauptsache für Downhill Rennen entwickelt. Sie eignen sich für ein schnelles Abfahren auf sehr schwierigem Gelände. Weil diese Modelle ausschließlich bergab bewegt werden können und ein Aufstieg so gut wie gar nicht aus eigener Kraft möglich ist, weisen diese Räder eine Masse von 18 kg auf. Diese sehr robuste Bauart ist aus diesem Grunde erforderlich, weil die Mountainbikes enorm hohen Belastungen bei den abschüssigen Abfahrten ausgesetzt sind. Natürlich kann man mit diesen Fahrrädern auch Bergauf fahren, ist aber natürlich sehr kräftezehrend.

In der Zwischenzeit ist es jedoch gelungen, auch ohne Einbußen der Stabilität betreffend, DH Bikes mit einer gesamten Masse von 16 kg zu bauen. Dies kommt insbesondere den Beschleunigungsmöglichkeiten sowie dem Handling äußerst gut entgegen. Die vollgefederten Rahmen bieten

  • eine laufruhige Geometrie
  • einen wenn irgend möglich tiefen Schwerpunkt
  • Federwege von 180 mm bis 250 mm.

Damit die Federgabel die benötigte Torsionssteifigkeit aufbringen kann, ist die Federgabe in der Regel als Doppelbrückengabel ausgeführt. Basierend auf den höheren Belastungen ist die Bremse von Downhill Mountainbikes als hydraulische Scheibenbremse ausgeführt. Darüber hinaus fällt diese wesentlich größer als bei den restlichen Mountainbike Klassen aus.

Die mit einer doppelten Karkasse bestückten Reifen tragen maßgeblich zur Vorbeugung gegen Reifenpannen bei, welche gegebenenfalls bei den Durchschlägen in rauen Geländen sich im Bereich des Möglichen befinden. Diese weisen im Normalfall eine Breite zwischen 58,5 cm bis 68,4 cm auf. In aller Regel tragen DH Fahrer

  • einen mit Nackenschutz ergänzten Integralhelm Integralhelm
  • Protektor Jacken sowie

Hauptsächlich im Spitzensport wird jedoch häufig aus aerodynamischen Gründen ein Verzicht auf übermäßig viele Protektoren wahrgenommen.

Enduro

Mountainbikes des Modells Enduro verfügen in den meisten Fällen über eine Vollfederung. Vergleichsweise zu Touren- und Cross Country Mountainbikes weisen Enduro Räder

  • breitere Reifen mit einem stärkeren Profil
  • ein einstellbares Fahrwerk
  • eine andere Rahmengeometrie
  • einen größeren Federweg von 150 mm bis 180 mm

auf.

Durch den gekröpften Lenker fällt die Sitzposition oft aufrechter aus. Das Enduro Mountainbiker hat ein Gewicht von 12 bis 16 kg. Es unterscheidet sich zu einem Freeride Bike darin, dass Enduros wesentlich tourentauglicher sind als Freerider, welche hauptsächlich nur für Abfahrten konzipiert worden sind. Abhängig vom Einsatzbereich bilden die Enduros eine Art Grauzone zwischen Freeride und All Mountain. Versehen mit Kettenführung, nur einem Kettenblatt oder auch einmal in 2 x 10 Ausführung gibt es Enduro Mountainbikes. Reserven im Downhill oder bei Sprüngen und Drops bieten große Federwege. Ein wesentlich angenehmeres Bergauf-Fahren bietet das Enduro mit einer abgesenkten Federgabel.

Four Cross (4X)

Four Cross – 4X – Bikes haben Ähnlichkeit mit den Dirt Bikes, wie unser Mountainbike Test zeigt. In den meisten Fällen verfügen sie über Starrrahmen, seltener auch – was jeweils von der gewählten Strecke abhängig ist – Fully-Rahmen mit einem geringen Federweg von höchstens 140 mm. Die speziellen Rahmen sind in der Größe etwas länger, damit diese während hoher Geschwindigkeit noch ruhig laufen. Eine Vielzahl der Strecken ist dabei recht abschüssig und enthält unterschiedliche Anlieger, Bodenwellen und Sprünge.

Während eines Four Cross Rennens sind stets vier Fahrer am Start, welche zeitgleich aus dem Startgatter fahren. Four Cross ist demnach eine Mountainbike Renndisziplin, die auf einer Rennstrecke zwischen 150 m bis 600 m ausgetragen wird. Abgeleitet wurde Biker Cross einst aus dem Dual Slalom und dem BMX Racing. Elementare Hindernisse beim Four Cross sind

  • Flache Kurven
  • Überhöhte Kurven
  • Kompressionen
  • Sprünge

Ausgelegt sind Biker Cross Mountainbikes in der Hauptsache auf Geschwindigkeit, die Wendigkeit spielt hier eine eher untergeordnete Rolle. Das Bike muss laufruhig sein. Aus diesem Grunde ist der Radstand länger als bei Dirt Bikes. Der Lenkwinkel ist zudem mit unter 70 Grad flacher gestaltet.

Da sich ein leichtes Rad besser beschleunigen lässt, wurde bei den Anbauteilen hauptsächlich auf ein geringes Gewicht geachtet. Allerdings wird eine gewisse Stabilität benötigt, damit bei eventuell auftretenden Stürzen möglichst nicht gleich etwas zu Bruch geht. Einige Komponenten – wie beispielsweise Schaltung und Sattel – finden ihren Einsatz auch im Cross Country- oder Rennradbereich.

Die relativ straffe Federgabel stellt eine Art Notfallfederung dar, die sich bei unsauberen Landungen bestens bewährt hat. Dabei liegt der Federweg zwischen 80 mm und 140 mm. Bei manchen Strecken kommen auch Full Suspension Bikes – Fullys – zum Einsatz.

Mit maximal 2,3 Zoll sind die Reifen recht schmal gehalten. Das Reifenprofil ist hierbei abhängig von der Strecke. Während auf trockenen, festen Böden spezielle 4 Cross Reifen ihren Einsatz finden, kommen auf nassen, losen Böden bevorzug grobstollige Downhill Reifen zum Einsatz.

Freeride (FR)

Mountainbikes der Modelle Freeride sind ähnlich wie Downhill Bikes für den Einsatz in abschüssigem und schwererem Gelände entwickelt worden. Sie verfügen über eine Vollfederung sowie über lange Federwege, die von 165 mm bis zu 200 mm reichen. Vom Gewicht her zieht ein Freeride mit dem Downhill Mountainbike gleich. Aus diesem Grunde ist auch vermehrt von DH/FR Bikes die Rede.

Gegensätzlich zu Downhill Mountainbikes sind nicht sämtliche Freeride Bikes nur für Abfahrten konzipiert worden. Die Modelle der Freeride Mountainbikes, welche sich für das Bergauf-Fahren eignen, werden auch als Superenduro- oder Touren Freerider-Mountainbikes bezeichnet. Beim Freeride Mountainbiken sind teilweise Sprünge von einer Höhe von 10 m und einer Weite von 20 m keine Seltenheit. Entsprechend sind Freeride Mountainbikes sehr stabil gebaut. Zur Anwendung kommen Bauteile der Downhill Mountainbikes. Freerider haben zumeist ein etwas verspielteres Handling und sind für Downhill Rennen nur bedingt geeignet.

Trial

Bei Trials handelt es sich um Geschicklichkeitsprüfungen, welche vorzugsweise in schweren Geländen oder auch auf künstlich angelegten Hindernisstrecken ausgeführt werden. Hierfür werden im Grunde stets Hardtails gefahren. Die bedeutendsten Merkmale eines Trial Mountainbikes bestehen in

  • einer angedeuteten oder fehlenden Sitzgelegenheit
  • einer geringen Höhe des Rahmens
  • Starrgabel
  • wenigen Gängen.

Dirtjump (DJ)

Als Dirt Bikes werden robuste Mountainbikes bezeichnet, die über einen kleinen, aber wendigen Rahmen verfügen. Die Federgabel wird primär für die Abdämpfung der Landung benötigt, weshalb ausschließlich Federgabeln mit einem Federweg von 65 mm bis 100 mm zum Einsatz kommen.

Beim Dirtjump kommen weiterhin Starrgabeln zum Einsatz. Die Größe des Laufrades ist hierbei nicht nur auf 26 Zoll beschränkt. Des Öfteren können auch 24 Zoll Laufräder angetroffen werden. Zum überwiegenden Teil wir auf die Ganzschaltung verzichtet. Das Gewicht von Dirk Bikes ist dabei relativ gering, damit nicht zu viel Kraft für die Sprünge aufgewendet werden muss. Darüber hinaus trägt das verringerte Gewicht zu einer Begünstigung der Rotationen des Fahrers sowie des Mountainbikes bei. Ihren Einsatz finden Dirt Bikes in der Hauptsache zum Springen über Erdhügel

Pumptrack (PT)

Die Dirt Variation Pumptrack für größere Nutzergruppen konnte sich seit dem Jahr 2011 entwickeln. Pumptracks finden darüber hinaus ihren Einsatz als BMX und Dirt Bikes. In einer Vielzahl von Städten werden spezielle Anlagen errichten, welche sich an Erwachsene, Kinder und Jugendliche richten.

Das Ziel der Pumptracks besteht darin, ausschließlich durch das Pumping vorwärts zu kommen.

Fatbikes

Unter Fatbikes werden herkömmliche Mountainbikes verstanden, welche mit dickeren Reifen ausgestattet sind. Fatbikes kommen in der Hauptsache dann zum Einsatz, wenn die Fahrbedingungen als nicht mehr sehr gemütlich bezeichnet werden können. Dies ist insbesondere bei

  • Eis
  • Geröll
  • Schnee

der Fall. Allerdings sieht man Fatbikes auch immer häufiger in der Stadt, anscheinend ein neuer Trend.

Allgemeine Fragen rund um das Mountainbike

Welche Rechtliche Rahmenbedingungen gibt es?

Laut § 15 Abs. 1 S. 1 Bundeswaldgesetz ist es gestattet, mit Mountainbikes Waldwege zu befahren. Die einzelnen Bundesländer sind dazu berechtigt, die Bundesrahmengesetzgebung entsprechend anzupassen. So konnte beispielsweise das Bundesland Baden-Württemberg mit seiner so genannten 2 Meter Regel erreichen, dass für Mountainbiker ein Fahrverbot auf Waldwegen unter zwei Metern durchgesetzt wurde.

Es wird empfohlen, sich stets bei einer Routenplanung nach den jeweils vorherrschenden Bestimmungen zu erkundigen. Dies gilt auch für Mountainbike Touren im Ausland. So sind unter anderem im alpinen Ödland von Salzburg für Radfahrer keine Strecken freigegeben.

Welche Arten von Mountainbikes existieren am Markt?

Neben Cross Country, All Mountain, Enduro und verschiedenen Disziplinen wie Downhill und Freeride existieren noch weitere verwandte Arten wie Fat Bikes, Four Cross, Lady Bike, Dirt Jump, Dual Slalom, Trial und Slopestyle.

Wo erhalte ich praktische Tipps zur Reparatur und Werkstatt?
Eine Vielzahl an nützlichen Ratgebern und Tipps zu Reparatur und Montage ist in Büchern und Broschüren ebenso zu finden wie auf einer Vielzahl von Internetseiten und in einer großen Auswahl an You Tube-Videos.

Personen, die mit ihrem Mountainbike unterwegs sind und dort über keine Internetverbindung verfügen, denen kann eine der drei aktuellen Mountainbike Werkstatt Apps empfohlen werden. Diese helfen mit einer großen Anzahl an Bilderklärungen selbst Laien wie auch Fortgeschrittenen weiter.

Wie verhalte ich mich bei einer Panne unterwegs?

Im besten Fall hat jeder Mountainbiker stets einen Ersatzschlauch oder Flickzeug sowie ein Multi-Tool bei sich. Sofern dies nicht so sein sollte, hilft beispielsweise die Schwalbe Schlauchautomaten App – erhältlich für Android und iOS – weiter. Mithilfe dieser Navigationsfunktion werden Pannen Biker zu einer der über 1000 Schlauchautomaten von Schwalbe geführt. Hier kann jeder Mountainbiker – unabhängig von den Öffnungszeigen – einen Ersatzschlauch käuflich erwerben. Darüber hinaus hilft die App in Sachen Händler-Adressen und Montage-Tipps weiter.

Wie kann die Mountainbike Fahrtechnik verbessert werden?

Für Touren unterwegs ist die Besser Biken App sehr gut zum Üben auf dem Trail geeignet. In nur einer Stunde werden sämtliche Techniken für Neueinsteiger und Fortgeschrittene erläutert, welche für mehr Flow in den Abfahrten sorgen und schließlich mehr Sicherheit bringen.

Bevor allein ins Gebirge aufgebrochen wird, ist es empfehlenswert stets eine geführte Tour durch das Hochland zu buchen. In vielen Fällen bieten Anbieter auch verschiedene Seminare betreffend der Fahrtechnik an, deren Besuch wirklich lohnenswert ist.

Was wird für eine Tour mit dem Mountainbike benötigt?

Abhängig vom Umfang der geplanten Mountainbike Tour sollte sich stets gründlich hierauf vorbereitet werden. Sich den sportlichen Herausforderungen zu stellen ist die eine Sache, aber sich selbst zu überschätzen ist die andere Sache. Zuerst einmal sollte abhängig vom persönlichen Trainingszustand die Länge sowie der Schwierigkeitsgrad der geplanten Route festgelegt werden.

Für den kleinen wie auch größeren Ausflug mit dem Mountainbike wird neben einem tauglichen Bike das nachfolgende Equipment benötigt, wobei dies nur eine Empfehlung aus unserem Mountainbike Test ist:

  1. Fahrradhelm
  2. Funktionshose
  3. Funktionsshirt
  4. Ersatzschlauch für das Rad
  5. Ersatzspeiche
  6. Fahrradcomputer zur Strecken- und Höhenmessung
  7. Flickzeug
  8. GPS Navigationsgerät
  9. Handy mit Ladegerät
  10. Luftpumpe
  11. Multifunktions-Werkzeug
  12. Protektoren
  13. Raincover für den Rucksack
  14. Regenjacke
  15. Rucksack inklusive Trinkblasenaufnahme
  16. Sonnenbrille
  17. Energieriegel
  18. Jause
  19. Obst

Kaufberatung – Das richtige Mountainbike finden

Hier stellt sich nun die Frage, wird unbedingt ein vollgefedertes Mountainbike benötigt oder genügt ein Bike mit Federgabel? Sollte es aus Carbon oder Aluminium bestehen? Auch die Frage nach dem Federweg und der Laufradgröße kann entscheidend sein.

Fully oder Hardtail

Trek Superfly 6 27,5 2015 MountainbikeFullys sind am Heck wie auch an der Front gefedert, während Hardtails nur an der Gabel eine Federung besitzen. Der Vorteil von Hardtails besteht in ihrem wesentlich günstigerem Preis oder dem gleichen Gewicht wie dem Fully. Darüber hinaus müssen Hardtails weniger gewartet werden, da keine Heckfederung vorhanden ist. Fullys hingegen sorgen dank erhöhter Traktion für eine Erleichterung bei steilen Bergauf Passagen. Bei Touren, die bergab führen, können Stöße besser abgefedert werden, wodurch mehr Spaß und Fahrsicherheit gewährleistet wird. Darüber hinaus wird die Rückenmuskulatur des Mountainbikers entlastet.

Das Rahmenmaterial – Carbon oder Aluminium

Mountainbike Rahmen aus Aluminium erfreuen sich auf Grund ihrer Unkompliziertheit großer Beliebtheit. Außerdem sind sie gegenüber Carbon Rahmen wesentlich günstiger im Preis. Carbon Rahmen hingegen verfügen über ein ausgezeichnetes Gewichts-Steifigkeits-Verhältnis, weshalb sie hauptsächlich bei Race-Mountainbikes sowie teuren Mountainbike Modellen ihre Verwendung finden. Nachteilig bei Carbon Rahmen wirken sich die weniger gut ersichtlichen Sturzschäden aus. Des Weiteren können diese recht gefährliche Mikrorisse zur Folge haben.

Die Laufradgröße

Als Standardmaß für Mountainbikes wird 26 Zoll angesehen. Im Verlaufe der letzten Jahre kamen 29 Zoll Mountainbikes und auch 27,5 Zoll Bikes hinzu, welche zur stetigen Verdrängung der 26 Zoll Fahrräder in unserem Mountainbike Test beitrugen

Die größeren 29 Zoll Laufräder bieten insbesondere in den Bereichen

  • Traktion
  • Überrollen von Hindernissen
  • Laufruhe

ihre besonderen Vorteile. Hauptsächlich werden diese bei Mountainbikes mit einem geringen Federweg verbaut.

Der Vorteil der kleineren Laufradgrößen 26 Zoll und 27,5 Zoll besteht darin, dass diese folgende Merkmale aufweisen:

  • steifer
  • wendiger
  • schneller zu beschleunigen
  • haben kein so hohes Gewicht.

Gar nicht so selten entscheidet letztlich die Körpergröße des Fahrers des Bikes über die Laufradgröße.

Sitzposition von Mountainbikes

Unabhängig vom gewählten Fahrstil muss von folgendem Grundsatz in unserem Mountainbike Test ausgegangen werden:

  • Kleinere Rahmen eignen sich besser für einen verspielten Fahrstil und bei grobem Gelände
  • Größere Rahmen sind hingegen eine bessere Wahl bei tourenorientiertem- oder Renn-Einsatz.

Die Rahmenhöhe ist der Abstand zwischen der Mitte des Tretlagers und der Oberkante vom Sattelrohr. Diese kann abhängig vom Produzenten variieren. Entscheidend in der Praxis ist aus diesem Grunde eher die Ober Rohr Länge. Denn diese entscheidet letzten Endes über die Sitzhaltung des Fahrers.

Je länger ein Rahmen ist, umso gestreckter ist auch die Sitzposition des Mountainbikers. Daraus resultiert auch eine stärkere Belastung der Halswirbelsäule während des Heraufschauens. Wer Wert auf einen höheren Komfort und eine bessere Kontrolle legt, sollte daher eine aufrechtere Sitzhaltung bevorzugen. Allerdings hat sich bei der Rahmenhöhe eine vorherrschende Größe eingebürgert. Um die passende Größe herauszufinden, empfiehlt es sich nach folgender Formel vorzugehen:

Eigene Schrittlänge in cm x Faktor 0,57 = Rahmengröße in cm.

Weiterhin ist die Sitzposition abhängig von der Beschaffenheit des Lenkers sowie des Vorbaus des Mountainbikes. Fahrer, die auf Langstrecken und Schnelligkeit aus sind, sollte der gestreckten Sitzposition den Vorzug geben und ein passendes Bike aus unserem Mountainbike Test auswählen. Wer hingegen eher verwinkelte und ausschweifende Touren bevorzugt, nutzt bestenfalls einen gekröpften Lenker mit einem kurzen Vorbau.

Die Schaltung

Auch die Auswahl in Sachen Antrieb ist in unserem Mountainbike Test sehr variationsreich. Die größte Konkurrenz machen sich die amerikanische Firma SRAM und der japanische Produzent Shimano. Auf welche der beiden Hersteller letztlich die Wahl fällt, ist vom eigenen Geschmack abhängig. Denn rein von der Technik bieten beide Unternehmen

  • stetige Innovationen
  • eine hervorragende Qualität
  • eine solide Performance.

Einzig im höheren Preissegment sind Unterschiede feststellbar. So biete SRAM bei seinen Gruppen X01 und XX1 11-Gang-Schaltungen an. Dahingegen möchte Shimano den Mountainbike Markt eher mithilfe der elektronischen Edel-Schaltgruppe XTR Di2 beherrschen.HAIBIKE SDURO HardSeven SL 27.5 400Wh (2015)1

Die Bremsen

Nahezu unverzichtbar an einem Mountainbike sind die hydraulischen Scheibenbremsen, die zwischenzeitlich zum Standard gehören. Einst waren diese für den Motorsport konzipiert, haben dann aber relativ schnell den Gravity-Bereich revolutioniert. Dies vor allem auf Grund ihrer herausragenden Zuverlässigkeit und Bremsleistung. Bei mechanischen Scheibenbremsen sind der Bremssattel und der Bremsheben über einen Bowdenzug miteinander kombiniert. Bei hydraulischen Stoppern hingegen zeichnet die Bremsflüssigkeit zur Kraftübertragung zwischen dem Bremssattel und dem Bremshebel verantwortlich.

Im Allgemeinen sind besteht der Bremssattel aus zwei Kolben. Bei Downhill und Enduro Mountainbike wird auf Grund der stärkeren Gefälle eine wesentlich höhere Bremskraft benötigt. Aus diesem Grunde sind hier insbesondere Bremsen mit vier bis sogar sechs Kolben zu finden, wie unser Mountainbike Test zeigt. Auch ist die Größe der Bremsscheibe stets abhängig von dem zu befahrenden Gelände. Gültig ist hier der Merksatz:

Je steiler – desto größer.

Die Durchmesser beginnen bei 140 mm und können bis zu 203 mm erreichen.

Federweg

Für Neueinsteiger eignet sich ein Allround Hardtail am besten. Dieses bietet in aller Regel eine Ausstattung mit Gabeln um einen 100 mm Federweg. Personen, die vollgefedert fahren möchten, kann ein Fully mit Federwegen von 100 mm oder 120 mm empfohlen werden.

Tourenbiker, die des Öfteren schmale Single Trails nutzen, sind mit vollgefederten Mountainbikes gut beraten. Abhängig davon, wie hoch die technische Schwierigkeit von Teil-Passagen und der Anteil an Bergab-Fahrten sind, sind Federwege zwischen 100 mm bis 150 mm empfehlenswert. Mountainbiker, welche bevorzugt technisch anspruchsvolle Strecken fahren, sollten auf ein Mountainbike mit einem höheren Federweg zurückgreifen.

Race-Mountainbiker, die in der Hauptsache mit ihrem Mountainbike Cross Country Rennen und Marathons fahren wollen, nutzen am besten leichte und steife Fullys oder Hardtrails aus Carbon. Für Hardtail sind Federwege von 80 mm, für Fully Federwege von höchstens 120 mm die Regel.

Enduro Biker fahren in der Regel bergab, und dies in steilen, aber doch technisch recht anspruchsvollen Geländen. Diese Biker nutzen Mountainbikes, die über Federwege zwischen 150 mm bis 170 mm verfügen.

Rahmengrößen

26 oder 29 Zoll

In den 1970er Jahren wurde die Basis für die heute bekannten Mountainbikes gelegt. Seither hat sich im technischen Bereich viel getan. Gerade in den Bereichen der Bremsen, Federwege, Rahmen-Geometrien und Schaltungen ging die Entwicklung rasant voran.

Vorteile des 29 Zoll Mountainbikes

Corratec X-Vert 29er 0.1 2015 Mountainbike TestTests konnten nachweisen, dass ein Reifen mit 29 Zoll rund 8 % weniger Energieaufwand braucht, als dies vergleichsweise beim 26 Zoll Mountainbike der Fall ist. Dies haben wir im Mountainbike Test in den einzelnen Kaufempfehlungen auch hervorgehoben. Selbst wenn das wesentlich größere Rad einen längeren Zeitraum benötigt, um richtig in Schwung zu kommen, so rollt es letztlich doch wesentlich leichter über Wurzeln oder Steine. Basierend auf den Durchmesser der Reifen ist mit einer Verringerung der Intensität der Schläge zu rechnen. Das bedeutet für den Fahrer ein Plus an Komfort.

Ein weiterer positiver Aspekt wird in den besseren Rolleigenschaften gesehen. Durch diese ist auch eine bessere Bodenkontaktzeit der Reifen des Bikes feststellbar. Eine bessere Haftung bei steilen Anstiegen und steinigen Passagen ist das Resultat.

Bei technischen Anstiegen hat sich das 29 Zoll Mountainbike dadurch bewährt, dass es über eine bessere Laufruhe als das 26 Zoll Bike verfügt. Bei technischen und rasanten Abfahrten kann das 29 Zoll Laufrad ebenso überzeugen, da es genau den Kurs hält und somit für ein angenehmes und sicheres Fahrgefühl sorgt.

Von der Technik her betrachtet liegen die 29 Zoll und 26 Zoll Räder relativ eng beieinander. Produzenten erreichen durch Geometrie-Tricks, wie beispielsweise

  • Vorbauten mit negativer Steigung
  • steiler gestellte Gabeln
  • kürzere Streben

des Öfteren, dass der Mountainbike Fahrer das Gefühl vermittelt bekommt, im Rad drin zu sitzen, was zusätzlich ein Gefühl der Sicherheit auslöst.

Nachteile 29 Zoll Mountainbike

29 Zoll Mountainbikes haben eine gleiche Rahmengröße, bringen jedoch laut unserem Mountainbike Test etwa ein Kilo mehr Gewicht auf die Waage als 26er Mountainbikes. Die Ursache hierfür liegt in der überdimensionalen Gestaltung der

  • Gabel
  • Laufräder
  • Rahmen
  • Reifen
  • Schläuche.

Bemerkbar macht dies in der Hauptsache beim Bergauf Fahren sowie bei einer Tempoerhöhung.

Ein weiterer sich nachteilig auswirkender Aspekt bei der Beschleunigung besteht darin, dass die rotierenden Teile sich in einer relativ weiten Entfernung vom Drehpunkt befinden. Auch wenn 29 Zoll Bikes besser laufen, brauchen diese rund 17 % mehr an Energie zum Beschleunigen. Auf technischen Strecken bekommt der Fahrer das Gefühl vermittelt, das Big Bike sei nicht ganz so wendig wie die Mountainbikes, die über kleinere Laufräder verfügen. Binnen kurzer Zeit hat der Fahrer sich jedoch hieran gewöhnt und kann das Kurven-Timing korrigieren.

Was die Steifigkeit betrifft, so leider die größeren 29 Zoll Mountainbikes in der Hauptsache im Bereich der Tretlager und der Seitensteifigkeit. Werden die Big Bikes mit Flat Paddles verwendet, kann es vorkommen, dass während des Einlenkens der vordere Reifen leicht berührt wird. Begründet wird dies darin, da der Abstand zwischen dem Vorderrad und dem Unterrohr relativ gering ist. Biker, die passende Fahrradschuhe und Klickpedale nutzen, werden von diesem Problem nichts bemerken.

Für wen sich ein 29 Zoll Mountainbike eignet

Eine eindeutige Lösung existiert nicht. Vor- und Nachteile kompensieren sich. Zahlreiche Aspekte spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Nicht vergessen werden sollte auch die individuelle Vorliebe.

Geeignet sind die 29 Zoll Mountainbikes daher insbesondere für:

  • Leistungsorientierte Biker
  • Personen mit einer Körpergröße über 1,75 m
  • Personen, welche Wert auf eine hohe Laufruhe legen
  • Personen, für die Sicherheit und Komfort im Gelände sehr wichtig ist

Weniger geeignet sind die 29 Zoll Mountainbikes für:

  • Kleinere Personen
  • Mountainbiker, welche auf das Radgewicht achten
  • Personen, welche Wert auf ein agiles Bike legen

Tipps für Neueinsteiger

Wer sein Faible für den Mountainbike Sport für sich entdeckt, wird früher oder später über den Kauf eines eigenen Bikes nachdenken. Hierbei gilt jedoch zu bedenken, dass gerade Neueinsteiger nicht sofort ein Mountainbike für 3000 oder 4000 Euro kaufen sollten. Empfehlenswert ist es, zunächst auf ein preisgünstigeres Modell zurück zu greifen. Für den Beginn genügt hier unter anderem schon ein gutes Hardtail, welches in Fahrrad Shops bereits unter 1000 Euro erhältlich ist.

Begründet liegt die erstmalige günstigere Anschaffung des Bikes darin, dass Neueinsteiger zunächst einmal im Verlaufe der Zeit eigene Vorlieben entwickeln und stetig dazu lernen. Durch diesen langsam fortschreitenden Prozess kommt es auch zum Anstieg der individuellen Anforderungen an das Mountainbike. So geschieht es in der Praxis nicht selten, dass bereits nach kurzer Zeit die Entscheidung auf ein Enduro, Downhill oder Race Fully fällt. Bei diesen Modellen macht es dann schon wesentlich mehr Sinn, ein qualitativ hochwertiges Mountainbike zu kaufen, was sich letztlich auch im Preis niederschlägt. Aber auch hier besteht für jeden Mountainbiker im Vorfeld oftmals die Chance, die verschiedenen Mountainbike Modelle durch Mieten auszutesten.

Kurze Zusammenfassung der wichtigsten Tipps für Neueinsteiger

  • Anfangs nicht sofort auf das teuerste Bike aus unserem Mountainbike Test zurückgreifen
  • Auf welchem Untergrund soll das Fahrrad hauptsächlich gefahren werden
  • Die bevorzugte Sitzposition ermitteln
  • Darüber nachdenken, wofür das Mountainbike Verwendung finden soll
  • Wissen über die Beschaffenheit und Technik des Bikes aneignen
  • Zwischen Hardtail und Fully sorgfältig abwägen
  • Vor dem Kauf eigene Mountainbike Vorlieben näher kennen lernen

Wichtiger Tipp zum Schluss: Am besten wird mit der Zeit eingekauft und dann ein auf die ganz spezifischen, individuellen Bedürfnisse zugeschnittenes Mountainbikes, bei welche auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.

Richtige Pflege eines Mountainbikes

Zunehmende Feuchtigkeit und ein Beschuss mit Matsch und Schmutz können der Technik des Mountainbikes ziemlich stark zusetzen. Damit das Fahrrad selbst bei feuchten Witterungsverhältnissen funktionsfähig bleibt, sollte dem Bike eine ordentliche Pflege zuteil kommen – ganz besonders in den Herbst- und Wintermonaten.

Fahrrad waschen

Der noch feuchte Schlamm lässt sich perfekt unmittelbar nach der Fahrt vom Mountainbike mithilfe eines Gartenschlauchs abspülen. Ist der Schmutz bereits angetrocknet, wird es schon ein wenig schwieriger. In diesem Fall muss dieser erst einmal eingeweicht werden. Dazu sprühen Sie am besten das Fahrrad mit einem Reiniger ein. Diesen lassen Sie für einige Zeit gut einwirken. Zum Säubern genügt dann in der Regel klares Wasser. Bei Kettenblätter und Ritzel haben sich grobe Bürsten bewährt. Dampfstrahler hingegen sind nicht zu empfehlen, da der hohe Wasserdruck Dichtungen und Lager beschädigt. Zum Schluss kann das saubere Bike noch gewachst werden, damit es wieder schön glänzt.

Reinigen der Schaltung

Mit jedem zusätzlichen Kilometer, der im Schlamm gefahren wird, wird der Schaltung mehr zugesetzt. Dies kann so weit gehen, bis diese letztlich nicht mehr funktioniert. Besonders empfindlich reagieren die kleinen Umlenkröllchen am Schaltkäfig. Für deren Reinigung wird die Kurbel ganz langsam rückwärts gedreht. Nun können die Röllchen vorsichtig mit einem stumpfen Reifenheber oder Schraubendreher vom Schmutz befreit werden. Anschließend können die gesäuberten Lager mit ein wenig Öl wieder gängiger gemacht werden.

Ölen der Kette

Nässe von Regen und Pfützen nach einer längeren Tour können die Kette von ihrem schützenden Schmierfilm befreit haben. Wenn an dieser Stelle nicht eingegriffen wird, muss mit einem äußerst nervigen Quietschen gerechnet werden. Aber auch das Schaltverhalten verschlechtert sind und die Kettenglieder beginnen zu rosten. Um dies zu verhindern, sollte die Kette nach jeder Ausfahrt mithilfe eines Lappens gereinigt werden. Die Glieder der Kette werden hierzu sorgfältig eingeschmiert. Lassen Sie das Schmiermittel einige Minuten lang einwirken und wischen Sie anschließend die Reste des Schmiermittels mit einem Lappen wieder ab.

Tipp: Bei einer feuchten Witterung wird hierzu am besten ein Wet Lube verwendet. Dieses kann dank seines erhöhten Wachsgehalts nicht so schnell wieder von der Kette abgewaschen werden.

Pflegen der Züge

Wenn die Züge offen am Rahmen laufen, besteht die Gefahr, dass Schmutz an den Übergängen in die Hülle eindringen kann. Dadurch wird das Schalten im Laufe der Zeit immer schwergängiger. Um eine Entspannung des Zugs zu erreichen, wird auf das große Blatt und große Ritzel geschalten und anschließend wieder runter – ohne jedoch die Kurbel dabei zu drehen. So kann der Zug relativ leicht ausgehängt werden. Nun ist eine Reinigung des Zugs mit ein wenig Kriech-Öl und einem Lappen möglich. Dabei sollten ganz besonders die Übergänge auf ihre Leichtgängigkeit überprüft werden. Für ein stressfreies Radeln durch den Herbst können die Schaltzüge durchgängig verlegt werden. Dies macht nur einmal Arbeit, anschließend hat der Mountainbiker jedoch für eine sehr lange Zeit Ruhe.

Pflegen der Federelemente

Dämpfer und Gabel sind Hightech Produkte. Diese können nur in dem Falle leichtgängig funktionieren, wenn der Fahrer keinen Schmutz eindringen lässt. Einen idealen Schutz kann man mittels Schmutzabstreifer und O-Ringen erreichen. Was Federelemente jedoch auf gar keinen Fall mögen, sind angetrocknete Fango-Packungen. Der Schmutz sollte grob unmittelbar nach jeder Tour mit Wasser abgespült werden. Das Reinigen der Staubringe und Standrohre sollte stets mit einem weichen Tuch erfolgen. Abschließend kann die Federung mit ein wenig Brunox Deo leichtgängiger gemacht werden.

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